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Neurologie & Psychiatrie
Spannungskopfschmerz: Diagnose
Spannungskopfschmerz
Spannungskopfschmerzen haben eine Lebenszeitprävalenz von mehr als 70 %. In der neuen IHS-Klassifikation werden abhängig von der Kopfschmerzfrequenz ein sporadischer (< 12 Tage/Jahr), häufiger (>1 Tag/Monat und < 15 Tage/Monat) und chronischer Spannungskopfschmerz (>15 Tage/Monat) differenziert.
Diagnostische Kriterien
| A | Mindestens 10 KS-Episoden, die die Kriterien B–D erfüllen | |
| B | Kopfschmerzdauer zwischen 30 Minuten und 7 Tagen | |
| C | Mindestens zwei der folgenden Kriterien: | |
| 1. | Schmerzqualität drückend-ziehend | |
| 2. | Schmerzintensität leicht bis mäßig | |
| 3. | Lokalisation: beidseitig | |
| 4. | Keine Verstärkung durch leichte oder mäßige körperliche Aktivität | |
| D | Beide der folgenden Kriterien | |
| 1. | Kein Erbrechen, keine mittelschwere oder schwere Übelkeit | |
| 2. | Photo- oder Phonophobie beim sporadischen und häufigen Spannungskopfschmerz Photo- oder Phonophobie oder leichte Übelkeit beim chronischen Spannungskopfschmerz |
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| E | Nicht auf eine andere Erkrankung zurückzuführen | |
Symptomatik
- Kopfschmerzqualität dumpf, drückend, nicht pochend, Intensität leicht bis mittelschwer, keine Schmerzzunahme
- Lokalisation beidseitig, stirnband- oder hauben- bzw. helmförmig
- Fakultativ Störung (Druckdolenz) der perikraniellen Muskulatur
- Kein Erbrechen, andere Begleitsymptome, wenn überhaupt vorhanden, nur gering ausgeprägt
Pathophysiologie
- Multifaktorielle Genese, eigentliche Ätiologie ungeklärt
- Hypothesen: reduzierte Spiegel von 5-HT, Änderungen der Schmerztransmission, Insuffizienz des endogenen Opioidsystems, Erniedrigung der zentralen Schmerzschwelle, z. B. durch psychosoziale Stressoren oder Depressionen
Letztes Update:12 März, 2009 - 14:05






